Schmidtkes Aussagen bzw. Wörter

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Und dann endlich die westl. Darstellung Marokkos als Landschaft freier Homoerotik:

Zu den prominenteren homosexuellen Sextouristen der 1960er Jahre gehört der britische Dramatiker* Joe Orton, der sich mit seinem Partner Kenneth Halliwell 1965 und 1967 jeweils für einige Monate in Tanger aufhielt; seine sexuellen Erlebnisse während seines Aufenthalts 1967 hat Orton in exhibistischer Manier* in seinen* Tagebüchern festgehalten.

S.S. hat Bühnenschriftsteller
in wessen Tagebüchern sonstß

Wie geschickt S.S. vorgeht, zeigt die Fußnote: Sie erwähnt drei Quellen, verschweigt aber Boone. So auch bei Maugham, nur bei Mrabet gibt es ein „Vgl. hierzu auch Boone“

(WI 40,3. p. 399) Die Aufmerksamkeit und Bewunderung der abendländischen Homosexuellen gilt allein den Körpern der Einheimischen. Begeistert beschreibt Gide die Körper der Kinder (!!). die für ihn der Inbegriff von Gesundheit sind. In Maugham's Roman The Wrong People ist Arnold Turner, ein englischer Lehrer, der seinen Urlaub in Tanger verbringt, hingerissen von Riffi, einem „jungen, zartgliedrigen Knaben“, der für Turner dennoch** etwas „Animalisches“ hat.

Kann es wahr seinß dennochß Wer so wenig Einfühlungsgabe besitzt, so arm im Verstehen ist, der schweige von Anderem! Als Orientalistin könnte sie das biblische und arabische Besingen der grobgliedrigen (ir.) „Gazelle“ kennen.

Bei Orton oder* in den zahlreichen Reiseberichten homosexueller Touristen ab den 1970er Jahren werden die Beschreibung der körperlichen Eigenschaften der Einheimischen ergänzt durch die pornographisch anmutenden* Darstellungen der Sexualkontakte.

Soll heißen: Bei Orton und zahlreichen ... – sind sie nun pornographisch oder muten sie nur anß – Praktiken, Verhalten, Kontakte: schöner Besinnungsaufsatz

... Geistiger Austausch findet indes nirgends statt und wird auch nicht gesucht. Die Einheimischen bleiben in der Regel anonym ... als Sexualobjekte beliebig austauschbar.

HomoEROTIK heißt es im Titel.
Vieleicht sollte die Autorin mal die deutschen Freier auf St. Pauli fragen, wie sie sich mit den Nutten geistig austauschen, oder die Türken, wie unverwechselbar ihnen die Huren in der Potse sind. Solcher Unsinn kommt eben heraus, wenn man nicht Männer-Strich mit Frauen-Strich vergleicht, sondern die unterschiedlichsten Phänomene in ein und die selbe Homo-Schublade steckt. Ein Blick in die Ghazal-Literatur der cAbbasidenzeit oder wenigstens in das Buch von Thomas Bauer darüber zeigt, daß das Körperliche auch in der hohen Literatur dominant ist.

Die Herren des Geschehens sind die Ausländer, für die marokkanische Jungen zur Befreidigung ihre sexuellen Gelüste jederzeit ... uneingeschränkt verfügbar sind. Für die Marokkaner hingegen stellt die männliche Prostitution gegenüber*** Ausländern ...

Ja hätte S.S. sich mal selbst in Marokko umgeschaut oder nur die Artikel von Latéfa Imame und Taârji Hindi: Prostitution Masculine. Ces adolescents qui vendent leur corps in Kalima 24, Casablanca 3.1988. pp. 15–26, sowie Latéfa Imame: Un programme de sensibilation et de soutien auprès de prostitués masculins in le Journal du sida 92/93 (12.1996/1.1997) gelesen oder sich die Dokumentationen von Guy Hervé und Thierry Kerrest angesehen!

... sind ein Wirtschaftsfaktor, der in erheblichem Maße Einkommen und Beschäftigung schafft.

Warum fehlt John Hopkins: Tanger Buziness Flies, New York 1972, Frz. von Suzanne Nétillard: Les Mouches de Tanger, Paris: Gallimard 1973ß
Weil sie bei Joseph A. Boone nicht vorkommen.

Paul Bowles zog aber nicht nur amerikanische Homosexuelle nach Tanger, er scharte außerdem einen Kreis von Marokkanern um sich, deren künstlerische und literarische Talente er entdeckt und gefördert hat.

Gibt es diesen Kreis wirklich, scharte Bowles eines Kreis um sich oder hatte er zu jedem von diesen Talente Kontakte, diese aber kaum untereinanderß

Mit einigen von ihnen hat er lange homosexuelle Beziehungen unterhalten. (Simon Bischoff sieht in Bowles Beziehungen zu seinen marok. Schützlingen eine Art päderastischer Inititation;

Und schon verlassen wir wieder die westl. Darstellung Tangers (der Rest Marokkos kommt nur als ländl. Hinterland Tangers vor) als Landschaft freier Homoerotik und wenden uns anderem zu:

Mrabet, Layachis und Choukri ... geben aus ihrer Sicht Auskunft über homosexuelle Beziehungen zwischen Ausländern und Marokkanern sowie über gleichgeschlechtliche Verhaltensmuster innerhalb der marokkanischen Gesellschaft.


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Michel Tournier berichtet, dass ihm der marok. Gärtner seinen Sohn schickt in der Hoffnung, Tournier werde ihn als einen Liebhaber und Hausboy mit nach Frankreich nehmen.

Ergänzend sei erwähnt, dass das Original in Gai Pied Hebdo 362 (23.3.1989). pp. 74-6 zu finden ist.

Choukri entgegnet dem Zollbeamten scharf: „... Ich bin jedenfalls kein Schwuler.“

Wäre interessant, welches Wort Choukri in der „Umgangssprache“ für „Schwuler“ benutzt hat. Die 1993 in Rabat erschienen Originalausgabe Tinisi Wiljams fi Tandja (ISBN 9981-0359-2-4) sollte Aufschluss geben. Interessiert aber die Islamistin nicht, das überlässt sie den Arabisten.
Hab ich den Hinweis auf die Islamkundliche Untersuchungen 213 übersehen: Barbara Sigge: Entbehrung und Lebenskampf – die Autobiographie des marokkanischen Autors Mohamed Choukri, Berlin: Schwarz, 1997 ß

Zahlreiche Erzählungen und Romane schildern ferner gleichgeschlechtliche Verhaltensmuster zwischen Marokkanern, die sich fast ausnahmslos in brutalen Vergewaltigungen von Jüngeren* manifestieren. Sie deuten darauf hin, dass homosexuelle anale Penetration als Akt der Aggression in diesem Raum

S.S. hat „von Jüngeren durch Ältere“
Verhaltensmuster manifestieren sich in Vergewaltigungenß
Denkst sich die Frau irgendwas bei ihrer Wortwahlß

Tanger, Marokko, der Maghreb, die arabische Welt, der islamische Kulturraumß

... durchaus üblich ist. In seiner Autobiographie berichtet Choukri, wie die spanische Gutsherrin, in deren Haus in Oran er als Hausboy arbeitet, Gegenstand seiner sexuellen Phantasien wird. Da sie für ihn jedoch unerreichbar ist, überredet er einen Jüngeren, ihn in die Felder zum Spatzenfangen zu begleiten, wo er ihn vergewaltigt. Bei einer anderen Gelegenheit wurde Choukri Zeuge, wie ein Bäckerlehrling eines Nachts von fünf oder sechs Bäckergesellen vergewaltigt wird

Die Anwendung gleichgeschlechtl. Sexualgewalt

Die Anwendung gleichgeschlechtl. Sexualgewalt

Die Anwendung gleichgeschlechtl. Sexualgewalt

... zur Durchsetzung eigener Interessen ist Thema von Marabets Kurzgeschichte The Datura Trees.

zur Durchsetzung eigener Interessen

zur Durchsetzung eigener Interessen

Abdeslam besucht Mustapha in Tanger, wo dieser mit Hamed zusammenlebt. Hamed, der Abdeslam nicht leiden kann, betäubt diesen, vergewaltigt ihn, um ihn loszuwerden.

Erschreckend, wie naiv Akademiker am Ende des 20. Jhd. davon ausgehen, daß es einen homogenen Gegenstand „Homosexualität“ gibt. Ob ich Angst oder Erniedrigung in den Augen meines Fickopfers sehe, oder gar nichts, weil ich es vorher betäubt habe, ob ich im Gesicht des verehrten Jünglings Gott sehe, ob ich – wie Schmidtke unterstellt – die Vergewaltigung genieße, das ist alles erstmal Homosexualität. Ich kenne niemanden, der Bulimie, Verhungern infolge von Dürre oder Bürgerkrieg, Magerkuren, Verhungern, in folge einer spekulativen Nahrungsmittelverknappung, Hungern für seine Kinder, Hungern für seine Haustiere, eine Diät, um von Übergewicht runterzukommen, eine Diät wegen Krankheit, religiöses Fasten, nicht genug Nahrung bekommen, weil man zum Hungertod verurteilt wurde, als „den Hunger" betrachtet. Biologisch gibt es da Ähnlichkeiten, nicht aber soziologisch, psychologisch oder lebenswirklich. Wenn ich das doch zusammen abhandeln will, muss ich das zumindest problematisieren.

Homosexuelle Gewalt und Gegengewalt ist auch Thema einer Geschichte von Layachi.

Homosexuelle Gewalt und Gegengewalt

Homosexuelle Gewalt und Gegengewalt

[zum Anfang der Seite]

Mohammed und Abdallah unterhalten eine offenbar ausschließlich gleichgeschlechtliche Beziehung untereinander*.

Beziehung untereinander — Beziehung auseinander ß

Mohammed, der seines jüngeren Liebhabers* Abdallah überdrüssig ist,

Terminus technicus für den erastes, ‚Geliebter‘ wäre das „richtige“ Wort, aber sehr treffend ist das auch nicht.

Abdallah ist zwanzig geworden, und das ist dem 35jährigen Mohammed zu alt, und das sagt er ihm auch.

verlangt von diesem, ihm einen Jungen zuzuführen. Der von Abdallah gebrachte Junge

ein Zehnjähriger

ist mit dem Preis einverstanden,

Stimmt zwar nicht, kann aber in einer Zusammenfassung durchgehen.

aber Mohammed behandelt ihn so brutal, dass er verletzt wird und die beiden anzeigt [die deshalb ins Gefängnis kommen].

Mohammed fickt ihn ohne Rücksicht. Mein Gott, Kindchen, wenn Du nicht klar schreiben willst, dann such Dir ein anderes Thema.

Um das Paar zu bestrafen, vergewaltigen die übrigen Gefangen Abdallah Nacht für Nacht, da er ...

Sie erinnern sich: das ist homosexuelle Gegengewalt.

... noch „jung und gutaussehend“ ist, während ihnen der eigentl. Täter zu alt hierfür ...

für die Strafe, für die homosexuelle Gegengewalt

Daß erzwungenee Sexualverkehr mit einem Jungen in der Regel für den Täter keinerlei Konsequenzen nach sich zieht, schildert auch der algerische Schriftsteller Rachid Boudjedra in seiner autobigraphischen Novelle La répudation, wo er aus seiner eigenen Erfahrung* berichtet ...

das haben Autobiographien so an sich

... daß sexuelle Nötigungen seines Koranlehrers gegenüber seinen Schülern durchaus üblich waren.

Bezeichnend für die Schmidtkesche Borniertheit: Nicht nur, dass sie sich auf Homo-Geschichten beschränkt, auch dort wo die (eher marginalen) Sexualität unter Männlichen handgreiflich in die allgemeinen Geschlechterverhältnisse eingebetet ist wie bei Boudjedra, bleibt sie stur bei Homosexualität. Wie schon der Titel zeigt geht es Boudjedra vor allem um die prekäre Lage der Frau. Aus der rechtlichen Benachteiligung von Frauen und Kindern und aus der Armut (d.h. Unfähigkeit sich eine Frau zu kaufen) des Lehrers "ergeben" sich die "sexuellen Nötigungen" – in der Wirklichkeit und bei Boudjedra, bei Schmidtke gehören sie zum Homo-Universum.
In der Fußnote ist es noch schöner: der erzwungene GV hat keinerlei Konsequenzen für das Opfer: « je sais que ce n'est pas grave.
Sehr vernünftig, sich nicht nur auf die Tanger-Boys zu beschränken. Aber Boudjedra ist weder Marokko, noch westl. Darstellung.

Infolge der Eingliederung Tangers in das Herrschaftsgebiet des mittlerweile unabhängigen Marokko (1956) nahm die Attraktivität dieser Stadt für Ausländer im allgemeinen und für Homosexuelle im besonderen ab.

Nur in einer Note erfahren wir zitiert aus dem Schwulenführer Spartacus, dass „Homosexualität dem Vernehmen nach strafbar“ ist. Ein Umstand der in der westl. Darstellung Marokkos durchaus eine Rolle spielt: Warnungen vor Polizeischikanen, die man aber durch Bakschisch und/oder sexuelle Gegenleistungen besänftigen könne. Desgleichen solle mit Einheimischen verfahren werden, die den Reisenden in flagranti erwischen. Das Gefängnis müsse meist nur der einheimische „Partner“ aufsuchen. Der Internet-Info-Dienst für Schwule cruisingforsex.com hat für Marokko drei Infos, eine davon ist: „Agadir: Street cruising along Avenue Hassan II. "Cruisy especially around and inside Cafe Dome with rent boys along the street. The police are looking so be aware!" Da es nicht in die Landschaft freier Homoerotik passt, enthält es uns die Autorin vor.
Auch in ihrer Darstellung der Spartacus-Warnungen ist die Autorin ungenau. Erstens beziehn sich diese Texte auf Marokko nicht auf Tanger, wie es nach der Platzierung der Fußnote sein müsste. Zweitens tut die Unverbesserliche so, als berichtete der Spartacus erst seit 1987 von Abneigung und Feindseligkeit.
Doch schon 1982 steht darin:
  Homosexualität ist strikt verboten und wird auch verfolgt.
  ... die Marokkaner werden immer unfreundlicher ... ständig
  wachsenderEinfluss islamischer Fanatiker ...
  Der Lebensstandard steigt beständig und viele Marokkaner
  meinen, sie brauchten das Geld der Touristen nicht mehr,
  ob sie nun schwul sind oder normal. Auch die ärmsten
  Marokkaner haben gelernt, was gegen die „reichen“
  ausländischen Touristen zu haben ...
  feindselige Haltung ... Beleidigungen ausgesetzt

Die wachsende Intoleranz, die sich zwar vor allem gegen ausländische Homosexuelle richtet, oft aber auch gegen ehemals sozial akzeptierte gleichgeschlechtliche Verhaltensmuster, ist im übrigen ein Phänomen, das nicht nur in Marokko, sondern in der gesamten islamischen Welt der Neuzeit

ab 1500ß

zu beobachten ist. (Bleys S. 266–67)

Naja, Bleys redet von der 3. Welt im Allgemeinen, und eher den letzten 25 Jahre („heute“) als von der islamischen Welt der Neuzeit.

Die Gründe für das bisher wenig erforschte Phänomen der wachsenden Ablehnung gleichgeschlechtl. Handlungen

Praktiken, Sexualverhalten, Verhaltensmuster, Erscheinungsform von Verhalten, Handlungen, Kontakte

sind offenbar vielfältig. Auffällig ist, dass überall, wo islamische Gesellschaften in engen Kontakt treten mit abendländischen sexuellen Tabuvorstellungen, ...

wie Tabu- und nicht allgemein Geschlechterkonstruktionen, wieso nicht die naive Vorstellung von der Existenz von Homosexualität, die Schmidtke nur zu deutlich kundtutß

konkurrierenden traditionell islamischen Vorstellungen

Was soll daran islamisch sein, dass man das Ficken von Knaben okay findenß Oder versteh’ ich den Unterschied zwischen muslimisch und islamisch nichtß Ich glaube, es ist Schmidtke, die sich nicht genügend Gedanken gemacht hat, über hellenistisch, patriarchalisch, Mittelmeerraum, über den penetration code.

weitgehend verdrängt werden.

Neben der aktiven Unterdrückung homosexueller Praktiken durch die westl. Kolonialmächte

wie Russland in Buchara, Usbekistan und Kasachstan – „Kolonialmächte“ ohne „westl.“ wäre mehr gewesen

hat sicherlich auch eine eher unbewusste, freiwillige Übernahme der als überlegen empfundenen abendl. Vorstellungen von Sexualität und Geschlechterkonstruktion

Warum, wieso sollen abendl. Vorstellungen als überlegen empfunden werdenß Bezeichnenderweise fehlt eine belegende Note.

sowie der damit einhergehenden Tabuvorstellungen stattgefunden.

Aber* auch der konsumimperialistische Charakter westlicher* homosexueller Wohlstands*touristen in der postkolonialen Phase ... (S. 409)

Aber = Gegensatz zwischen Kolonialismus und Imperialismus

(s. 410) ... hat harsche Gegenreaktionen* wesentlich* mit*verursacht.

Reaktionen hervorgerufen
GEgen-Re-Aktion -- kann man so dumm seinßß

Die überproportialale Visibilität


Visibilität

westlicher Homosexueller in den diversen* Homosexuellenkolonien Nordafrikas sowie in anderen Gebieten des islamischen Raums, gepaart (!) mit der wachsenden Visibilität Homosexueller im Westen ... hat dem islamischen Diskurs ein glaubhaftes Indiz für die vermeintliche* Dekadenz* des Westens an die Hand* gegeben. Hieraus wird der Vorwurf abgeleitet, Homosexualität seien, sofern sie im islamischen Raum vorkommen, Importe aus dem dekadenten* Westen.

Visibilität
Dass es in Schwulenkolonien überproportional viele Schwule gibt, versteht sich.

Dass das irgendwie richtig ist, reflektiert die Unverbesserliche nicht: Es gab schlicht keine Homosexuellen im islamischen Kulturraum bevor der Westen sie dort eingeführt hat, es gab mann-männlichen Sex (übrigens nicht nur die zwei von der Unverbesserlichten angeführten Formen, sondern auch den "belanglosen" zwischen Heranwachsenden und den "unerheblichen" gemeinsamen und gegenseitigen Handverkehr. Außerdem gibt es gewissermaßen nicht, was ganz im Verborgenen geschieht.

Insofern stellt sich die moderne Situation als eine spiegelbildliche* Umkehrung* der mittelalterlichen Situation dar.

Umkehrung reicht völlig

Im islamischen Raum

wieso nicht „in der islamischen Landschaft“ß

ist ferner eine partielle* Übernahme der modernen westl. Kategorie der Homosexualität zu beobachten, vor allem durch Übernahme der abendl. Auffassung von Homosexualität als einer gemeingefährlichen, bedrohlichen Krankheit.

S.S. hat „zumindest partielle“

Ja ist es denn die Möglichkeitß
Übernahme der modernen (!) Kategorie „Homosexualität“ erfolgt vor allem durch Übernahme der Vorstellung Homosexualität als gemeingefährlicher Krankheit. Wer hier krank ist, ist offensichtlich.

Viele* islamische Staaten verfolgen vermeintliche Homosexuelle. So drücken sie die Verneinung der Homosexualität aus. Dabei ist anzunehmen, dass diese Instrument auch zur Verfolgung innenpolitischer Gegner eingesetzt wird.

S.S. hat „eine Vielzahl“

Was will uns die Autorin mit „vermeintlich“ sagen. Die Verleumdung sexuell unauffälliger Gegner wohl nicht, denn das kommt im nächsten Satz dran. Also vielleicht, daß sie nur traditionelle „Verbindung zwischen einem erwachsenen Mann und einem Knaben [oder eine] Verbindung zwischen einem erwachsenen Mann und einem mukhannath“ eingegangen sind und deshalb gar keine „Homosexuellen“ sindß Schade, dass die Unverbesserliche keine meiner vor Monaten geäußerten Fragen beantwort. Oder ist sie so dumm, sie gar nicht zu verstehenß
Aber wie sich Verneinung der Existenz durch Bestrafung ausdrücken kann, verstehe ich nicht. Wenn es etwas gar nicht gibt, muss ich es doch totschweigen. Wenn ich vermeintliche Irgendetwas für dies Irgendetwas öffentlich hinrichte, mache ich doch kund, dass es das Irgendetwas gibt. Oder bin ich blödß

Vgl. im Gegensatz hierzu die Information des Spartacus '79, S. 23 zur Homosexualität in Afghanistan vor dem sowjet. Einmarsch: „Homosexualität und Bisexualität gehört sozusagen zum täglichen Leben. Rechnen Sie aber mit einiger Brutalität der Afghanen beim Sex. Seien Sie besonders auf der Hut vor Landvolk und Nomaden.“ Zur Situation von Homosexuellen in der Türkei, ggl. Arslan Yüzgün, „Homosexuality and Police Terror in Turkey,“

Aus Sicht der (!!) westl. Homosexuellen ist der Wegfall der islamischen Raums als Ziel ihrer Wanderungen nicht dramatisch.

Naja, Marokko als Landschaft freier Homoerotik!


Ganz an den Anfang
zum 2. Teil : gute Orientalisten
zum 3. Teil: begeisterte Homosexuelle
zu den bösen Orientalisten und der morgenl. Wirklichkeit
zu abendländischen GeschlechtsVorstellungen