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Tom Segev: Yamei hak-kallãniyyôt: Erets Yisrã'el bi-teqûfat ham-mandaṭ,
Jerusalem: Keter, 1999 One Palestine, complete, New York: Holt, 2000 Es war einmal ein Palästina: Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels.
leicht gekürzt !! München: Siedler 2005, TB München: Pantheon 2006
In inamo 48 habe ich
Tom Segevs Buch über 1918-48 besprochen:
Verkehrte Welt. Da beschäftigt ein Journalist mehrere Forschungsassistenten um drei Jahre lang Berge von Quellenmaterial aufzuarbeiten und Gewißheiten
zu hinterfragen, während die Professorin sich weitgehend auf Sekundärliteratur beschränkt und beinahe ängstlich um eine ausgewogene Darstellung
bemüht ist. Unterm Strich sind beide Bücher schlecht. Gudrun Krämers «Geschichte Palästinas» ist so saftlos objektiv, daß es an den Dossierstil von
Referentenentwürfen erinnert. Tom Segev dagegen liefert mit «Es war einmal ein Palästina. Juden und Araber vor der Staatgründung Israels»
einen Roman mit filmreifen, schnellen Schnitten. Segev schreibt bedenkenlos subjektiv. Obwohl sich beide für kritisch und objektiv halten, liefern sie zionistische Propaganda, wobei Krämer nicht einmal Neues bringt.
Segev dagegen arbeitet immerhin eigenständige Thesen heraus:
1. Antisemitische Briten gaben den Zionisten einen Staat, weil sie Angst vor den Juden hatten.
2. Die rabiaten Methoden Scharons gehen zurück auf die von Orde Wingate ausgebildete Palmach.
3. Die Städte waren wichtiger als die Kibbutzim für das Gelingen des Zionismus.
4. Es gab keine realen Chancen für eine einvernehmliche Lösung.
Segevs Darstellung ist pro-zionistisch, weil er uns die Geschichte aus dem Blickwinkel der Juden nahe bringt. Der plastischen Schilderung des Massakers an Hebroner Juden steht kein Bericht von arabischen Bauern über deren Vertreibung oder von Händlern gegenüber, auf deren Markt eine von Etzel gelegte Bombe hochging.
Für die geneigten Leser, die bemerken, dass
ich bei Krämers Buch viele Einzelfehler bemängele, während ich bei Segev "nur" die großen Pluspunkte und die eine Schwachstelle heraustelle, hier die
"seine" Fehlerchen die bei ihm nicht ins Gewicht fallen, während sie bei Krämer das Buch s i n d : Allah an-Nabi heißt weder Prophet
Gottes, noch war es Spitzname Allenbys, der war vielmehr Alleh-naby, Lloyd George war Waliser nicht Engländer, von 1920 bis 1935 gab es kein
Saarland, sondern das Saargebiet, Schu’afat liegt nördlich (nicht südlich) von Jerusalem. fantasia ist ein maghrebinisches Reiterspiel,
kein palästinensischer Tanz Die MOPS forderte eine Räterepublik Palästina und nicht eine "sowjetische Union Plästinas" (was auf das Konto der insgesamt
guten Übersetzerin Doris Gerstner geht bezeichnend auch, dass nicht aus dem hebräischen, sondern Englischen übersetzt wurde). Schließlich weist
der Stadtplan eine ganze Reihe von Fehlern auf.
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L e i t s e i t e
Kritik an Sabine Schmidtkes unsäglichem Aufsatz in der
WdI
Kritik an Schmidtkes Herausgabe eines unsäglichen
Buchs
Kritik an Krämers Geschichte Palästinas
Lob des Buches von Rouayheb
liwāṭ im fiqh (html)
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